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Wartung

5 Wartungstipps für Ihre Photovoltaikanlage im Winter

Solar Experten Redaktion 5 Min. Lesezeit
Photovoltaikanlage im Winter mit Schnee

Schnee auf den Modulen, tiefstehende Sonne, eisige Kälte – der Winter ist hart für Ihre Solaranlage. Aber keine Sorge: Mit diesen 5 Tipps holen Sie auch in der kalten Jahreszeit das Maximum raus.

1. Schnee zeitnah entfernen

Klar, Schnee auf den Modulen ist schlecht – bis zu 90% weniger Leistung. Aber bitte nicht einfach drauflosräumen! Hier die richtige Vorgehensweise:

  • Verwenden Sie spezielle Schneeräumer: Normale Schneeschieber können die Moduloberfläche beschädigen. Nutzen Sie weiche Teleskopbesen oder professionelle Solarreinigungsgeräte.
  • Niemals heißes Wasser verwenden: Der Temperaturschock kann zu Mikrorissen in den Modulen führen.
  • Sicherheit geht vor: Bei Dachneigungen über 30° oder vereisten Bedingungen sollten Sie einen Fachbetrieb beauftragen.
  • Natürliches Abrutschen nutzen: Bei Dachneigungen ab 35° rutscht Schnee oft von selbst ab – warten Sie zunächst 1-2 Tage.

2. Monitoring-System täglich prüfen

Im Winter ist die tägliche Kontrolle Ihres Monitoring-Systems besonders wichtig. Achten Sie auf folgende Warnsignale:

  • Plötzlicher Ertragseinbruch: Kann auf Schneebedeckung, Verschattung oder technische Defekte hinweisen.
  • Fehlermeldungen des Wechselrichters: Niedrige Temperaturen können zu Fehlermeldungen führen – notieren Sie diese für den Servicetechniker.
  • Vergleich mit Vorjahren: Nutzen Sie historische Daten, um ungewöhnliche Abweichungen zu erkennen.
  • String-Vergleich: Wenn einzelne Strings deutlich weniger Ertrag liefern, deutet dies auf lokale Probleme hin.

3. Verschattung durch Bäume kontrollieren

Im Winter steht die Sonne tiefer, wodurch Verschattungen durch Bäume, Schornsteine oder Nachbargebäude zunehmen. Bereits eine teilweise Verschattung eines Moduls kann die Leistung des gesamten Strings um bis zu 80% reduzieren.

Praxis-Tipp:

Fotografieren Sie Ihre Anlage zwischen 10-14 Uhr an einem sonnigen Wintertag. So erkennen Sie Verschattungsprobleme und können gezielt Bäume zurückschneiden oder Leistungsoptimierer nachrüsten.

4. Wechselrichter vor Kälte schützen

Moderne Wechselrichter sind zwar für Außentemperaturen bis -25°C ausgelegt, dennoch sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Belüftung sicherstellen: Auch im Winter muss die Belüftung des Wechselrichters frei sein – entfernen Sie Schnee und Laub.
  • Frostschutz für Außengeräte: Bei Wechselrichtern im Außenbereich kann eine zusätzliche Isolierung sinnvoll sein.
  • Kondenswasser vermeiden: Temperaturwechsel können zu Kondenswasser führen – prüfen Sie regelmäßig auf Feuchtigkeit.
  • Standby-Modus beachten: Einige Wechselrichter schalten bei sehr niedrigen Temperaturen in einen Schutzmodus.

5. Versicherungsschutz überprüfen

Der Winter bringt erhöhte Risiken durch Sturm, Hagel und Schneelasten. Überprüfen Sie Ihren Versicherungsschutz:

  • Allgefahrenversicherung: Deckt Schäden durch Schneedruck, Sturm und Hagel ab.
  • Ertragsausfallversicherung: Sichert Sie gegen Einnahmeausfälle bei längeren Reparaturzeiten ab.
  • Dokumentation: Fotografieren Sie Ihre Anlage vor und nach dem Winter – wichtig für Schadensf älle.
  • Wartungsnachweis: Regelmäßige professionelle Wartung ist oft Voraussetzung für Versicherungsleistungen.

Fazit: Professionelle Winterwartung lohnt sich

Kurz gesagt: Wer seine Anlage im Winter nicht vergisst, hat mehr davon. Die paar Handgriffe lohnen sich:

  • Bis zu 30% höhere Wintererträge durch optimale Modulreinigung
  • Früherkennung von Defekten und damit geringere Reparaturkosten
  • Verlängerung der Anlagenlebensdauer durch präventive Maßnahmen
  • Erhalt des Versicherungsschutzes durch dokumentierte Wartung

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